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Tiertalk: Tiefendialog mit Tieren.

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|  Ein Beispiel wahrer Vergebung

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| Tiertalk.

 

Tiere sind oft viel weiser und verbundener mit allem, als viele Menschen gewöhnlich für möglich halten. Es gibt Menschen, die in außerordentlicher Weise mit Tieren so kommunizieren, dass diese sich direkter als sonst mitteilen können.

Die nachfolgenden Gespräche führte Beate Seebauer* auf unsere Bitte hin mit unserem Familienmitglied, unserem Kater Rumi, nachdem bei ihm ein Tumor festgestellt wurde und wir von ihm selbst wissen wollten, was er wünscht und was aus seinem Wissen heraus zu tun sei.

Nachdem Rumi ausdrücklich einer Weitergabe dieser Dialoge zugestimmt hat, machen wir seine Worte auch anderen zugänglich - verbunden mit der Bitte um Respekt anstelle möglicher Debatten über das Phänomen „Tierkommunikation”, das sich hier ganz unmittelbar zeigt.

11.Oktober 2006 | 17.45 Uhr

 

1. Dialog mit Rumi.

 

Hallo Rumi, ich bin Beate, möchtest du denn mit mir sprechen?

Ich weiß schon, dass du kommst.

 

Ja? Deine Familie schickt mich. Sie hätte gerne, dass wir zwei uns ein wenig unterhalten.

Hast du Zeit und Lust jetzt dazu?

Für dich habe ich Zeit.

 

Das ist aber lieb. Weißt du, ich fühlte gestern, dass du schon sehr eigen auch bist.

Und ich war mir nicht so sicher, ob du gleich mit mir reden magst.

Doch. Es sind die Dinge, die zu besprechen sind.

 

Du hörst dich sehr ruhig und weise an.

Das bin ich doch (lacht).

 

Schön, dass ich mich nicht täusche. Deine Menschen  möchten dir sagen, wie lieb sie dich haben

und wie sehr sie dich respektieren. Auch wenn sie dich oft zwischen deinen Ohren küssen.

Ich weiß das. Der Geist und die Seele - sie sind hier im Einklang. Ich bin sehr dankbar für diese wunderbare

Erfahrung bei meinen wunderbaren Menschen.

Ich liebe sie aus tiefstem Herzen. Meine Seele liebt sie.

 

Oh - deine Worte verursachen eine Gänsehaut bei mir. Ich bin sehr berührt.

Danke. Aber das ist mein Innerstes, welches spricht.

 

Deine Menschen sind wohl etwas in Sorge um dich. Der Tierarzt hat wohl etwas festgestellt.

Ich weiß schon.

 

Wie fühlst du dich?

Ach, mir geht es nicht schlecht. Ich fühle mich auch nicht schlecht. Nein, mir geht es gut.

 

Darf ich mich mal in dich fühlen?

Ich gebe dir meine Erlaubnis.

 

Fühle einen leichten Druck im linken unteren Bauchraum, pulsiert ein bisschen, bisschen Anspannung im

Schulterbereich, Druck lastet.

Ich danke dir mein Lieber.

Es war nicht schlimm.

 

Hast du denn Schmerzen?

Nein, habe ich nicht.

 

Was fühlst du denn über deinen jetzigen gesundheitlichen Zustand?

Nichts Bedenkliches. Ich fühle nur die Angst meiner Menschen.

 

Das kann ich gut verstehen, deine Schwester ist auch früh gestorben.

Es war ihr Weg.

 

Rumi, ich soll dich fragen, was dein Wille ist, ob du noch weiter leben möchtest oder möchtest du bald gehen?

Natürlich möchte ich leben, ich bin doch ein Lebemann. Ich sprühe vor Energie.

Ich habe noch viele Aufgaben zu erfüllen und möchte diese auch meistern.

 

Meinst du, eine OP ist wichtig und richtig?

Der Glaube ist wichtig. Sonst nichts.

Ich denke, meine Menschen haben so viel Intuition, so viel inneres Gefühl. Sie wissen, was richtig ist.

 

Weißt du es?

Ich? Ich weiß vieles, alles aber doch nicht.

Mein Plan sieht nicht vor, jetzt zu gehen, doch manchmal kommt es anders.

Ein Unfall, ein Missgeschick, etwas, was nicht geplant war.

 

Wie denkst du über das Sterben?

Der Körper schwindet, die Seele nicht. Nichts ist vergänglich. Niemand.

Es ist wie eine Wiedergeburt, nur auf einer anderen Ebene. Nur eine andere Ebene in die wir geleiten.

Es ist nicht schlimm.

Meine Menschen, sie wissen auch viel über diese Dinge, sehen es als Bestimmung oder Berufung.

Es geschieht, was geschehen soll, wie der göttliche Plan es vorsieht.

 

Deine Menschen würden jede deiner Entscheidungen respektieren.

Das weiß ich und darüber bin ich sehr glücklich.

Ich bin hier ein Lebewesen wie du und alle anderen lebenden Individuen. Ich bin ich.

Ich bin so unendlich dankbar zu wissen, dass ich dieses Verständnis um mich habe.

Ich weiß, es wäre sehr schwer für meine Menschen, sehr schwer, aber der Ruf der Dinge würde so geschehen,

wenn es denn vorgesehen ist.

 

Falls du wider deinem Erwarten gehen müsstest, wie sollte das aussehen?

In Licht und Liebe eingehüllt in viele Engel.

Eine Stimme die sagt, ich bin bei dir, und alles wird gut.

Ich würde es gerne so haben wie meine Schwester es hatte. Es war sehr bewegend auch für mich.

Musik, das wäre toll. Trommel und Gesang. Wie ein Priester, dem sein letzter Tanz und Gesang zu Gute kommt.

So würde ich es wollen.

 

Hast du denn deinen Menschen etwas mitzuteilen?

Respekt vor dem Leben, das habt ihr beide. Ich achte euch sehr.

Eine Gabe zu lernen aus eigenen Fehlern.

Und doch denke ich ein bisschen mehr Ruhe zwischendurch.

Für meinen Mann auch, denke ich, das ist wichtig. Die Symptome sind nicht nur auf mich bezogen.

Ihr müsst einfach euch auch noch mehr Ruhe gönnen. Noch mehr zu euch finden.

Die Dinge wieder los werden, die ihr auch annehmt. Von den Menschen, die zu euch kommen.

 

Willst du über diese körperlichen Symptome etwas mitteilen?

Ballast - er muss weg.

 

Hast du für deine Menschen etwas übernommen, das sie selbst korrigieren können und auch sollen?

Einfach dies zu tun. Eine Reinigung auch zu vollziehen.

Mir Licht und Liebe zu schicken, mit den Gedanken, die Dinge ins Lot bringen.

Meine Gedanken sind Eure Gedanken und auch umgekehrt.

Der Glaube, wie ich schon sagte, ist das Wichtigste.

 

Du kommst mir wie ein kleiner Philosoph vor.

Meine Menschen werden ein bisschen auch erstaunt sein über meine Worte. Ein bisschen.

Ich bin sehr eigen, auch musst du wissen.

Und es entspricht nicht so dem ruhigen und ausgeglichenen Wesen, welches nun zu dir spricht.

Aber meine Seele, sie ist schon sehr alt und ich bin deswegen auch sehr der Worte bedacht, die ich von mir

gebe. Ich spreche aus dem Herzen, mit dem Herzen.

Ich bin ein Licht. Ein Lichtwesen. Licht umgibt mich und Licht sende ich aus.

Ich erfreue meine Menschen und die Menschen erfreuen mich.

Ich lerne von ihnen und sie auch von mir.

Ich bin der Seelenwanderer, der welcher schon oft die Wege seiner Menschen gekreuzt hat.

 

Mit beiden?

Ja.

Aber auch noch öfter mit meiner Frau. Ich stehe an ihrer Seite.

 

Wünschst du dir denn etwas? Möchtest du etwas haben?

Ich möchte Freude und Lachen, nicht trübe Gedanken, wobei sie sich eh sehr an dem Riemen haben.

Sie versuchen es zu nehmen, wie es ist. Mir auch nichts anmerken zu lassen, dass sie etwas bedrückt.

Nein, sie versuchen wirklich wie noch vor einer Woche zu sein. Derweil habe ich sie sehr geschockt.

Bin es auch, ehrlich gesagt, ein bisschen selber.

 

Du möchtest aber leben.

Sicher doch. Es wäre aber auch nicht weiter schlimm zu gehen.

Ich habe dir schon gesagt, wie das für mich ist.


Stimmt. Sehr weise hast du gesprochen. Sehr weise.

Eine alte Seele kann auch so sprechen.

 

Möchtest du sonst noch etwas haben?

Rot und Gelb. (sehe ich)

 

Wären das gute Farben für dich?

Ja.

 

Gibt es sonst noch etwas, was man für dich tun kann?

Ich möchte weiterhin gut gekrault werden.

Ich möchte jeden Tag genießen, wie wenn es der letzte wäre. Auch meine Menschen sollen das tun.

Manchmal ist es bei euch Menschen schwer, aus eurem eingefahrenen Muster heraus zu kommen.

Ihr versucht im Hier und Jetzt zu sein, doch oftmals gelingt es euch nicht.

Jeder arbeitet daran, oder sagen wir mal, manche. Wenn jeder dies tun würde, dann wären wir schon

ziemlich weit hier auf dieser Welt. Soweit sind wir aber noch nicht.

 

Ich sehe eine|n Heilpriester|in?

Sie werden helfen.

 

Brauchst du ein bestimmtes Medikament?

Ich brauche den Glauben. Sonst nichts.

 

Ach, mein Lieber. Ich hoffe doch so sehr, dass alles wieder gut bei dir wird.

Ich bin ein positiver Kater, ich denke positiv.

Ich möchte ein Licht bekommen, eines, das für mich brennt.

Es geschieht so viel in der Materie, die ihr nicht sehen könnt, so viel.

 

Du bekommst ein Licht. Ich entzünde dir auch eine Kerze. Eine Kerze für deine persönliche Heilung.

Ich danke dir, du Engel.

 

Oh, du machst mich verlegen. „Engel” - welch schönes Wort.

Ein Wort. Eine Schwingung. Eben passend.

 

Danke dir, mein Guter. Möchtest du abschließend noch etwas mitteilen?

Meiner Seelenfreundin geht es gut. Mir geht es gut.

Ich liebe euch aus tiefstem Herzen, so wie ihr mich.

Wir gehen nach vorne. Wir schaffen das.

Ich danke euch für eure Hilfe, für euer Vertrauen in mich, für eure Verantwortung für euer Leben.

Sollte alles anders kommen als geplant, dann seht es als Bestimmung, dann hat es seinen Sinn.

Natürlich gehen wir nicht davon aus, wir gehen von den positiven Dingen aus. Von sonst nichts.

Wenn es dennoch geschieht, dann lasst es geschehen, dann möchte ich es so.

Manchmal entscheidet man sich während eines Geschehens anders. Auch bei mir kann es so sein.

Auf ewig dankbar und mit viel Licht und Liebe an euch!

 

Ach, mein Lieber. Du verursachst mir Gänsehaut unentwegt und treibst mir Tränen in die Augen.

Sehr mitfühlend ich auch sein kann und spaßig.

 

Das ist toll. Lieber Rumi, ich danke dir jetzt von Herzen für das Gespräch.

Gerne. Es war schön.

 

Freut mich.

Mich auch.

 

16.Oktober 2006 | 21.00 Uhr

2. Dialog mit Rumi.

 

Hallo Rumi, ich bin es, Beate.

Meine Liebe. Schön…

 

Wie geht es dir?

Müde bin ich heute, doch sonst geht es gut.

 

Bist du sicher? Deine Frau macht sich ein bisschen Sorgen um dich.

Das weiß ich doch. Beide tun das. Habe lange nachgedacht heute, brauchte meine Zeit für mich.

 

Und über was hast du nachgedacht?

Über das Leben, die Menschen und noch andere Dinge.

 

Magst du mir davon erzählen?

Nicht heute, meine Liebe, nicht heute.

 

Ich respektiere natürlich deinen Wunsch.

Ich weiß. Sehr einfühlsam du bist.

 

Oh, danke. Ich versuche es zumindest. Hast du was bemerkt?

Heute? Oh ja. Ich kann spüren, wie sich etwas in mir tut. Ich muss es loslassen. Ich.

 

Ich weiß und ich hoffe du bist dazu bereit. Deine Menschen wollen nur das, was du auch willst.

Aber das weiß ich doch, meine Liebe. Ich weiß das doch und sie machen nichts, was ich nicht möchte.

Alles ist in Einklang, alles ist so, wie es sein soll..

 

Ich möchte dich noch direkt fragen, du musst allerdings nicht antworten, wenn du nicht willst.

Hast du deine Meinung bezüglich des Leben-Wollens geändert?

Nein. Natürlich nicht. Aber ich habe dir viel über den Plan und die Dinge erzählt, die passieren können.

Du weißt noch?

 

Ja, natürlich.

Manches passiert, ohne dass man es will. Es geschieht einfach. Ich werde alles daran setzen zu bleiben.

Ich leide noch nicht. Wenn ihr das wissen wollt.

 

Dann bin ich schon froh. Ich hoffe, wir können uns noch lange unterhalten.

Das können wir doch so oder so.

 

Vielleicht. Trotzdem, ich schicke dir viel Kraft und Licht und den Glauben, dass alles gut wird.

Danke dir, meine Liebe, danke. Es wird…

 

Ich danke dir für deine Aufmerksamkeit.

Gerne.

 

22. Oktober 2006 | 18.00 Uhr

3. Dialog mit Rumi.    

 

Hallo Rumi, ich bin es, Beate. Wollen wir sprechen?

Aber sicher doch.

 

Ich danke dir dafür. Deine Menschen würden gerne wissen, wo du heute die Nacht verbringen möchtest.

Sie würden dir auch ermöglichen, unter deinem Baum zu sitzen, wenn du magst.

Eine zeitlang wäre ich gerne noch draußen. Wenn die Sterne kommen und der Mond scheint. Ich würde mich

gerne mit dem Kosmos verbinden, dem nächtlichen Kosmos.

 

Ich denke, das wird kein Problem sein, wenn es dein Wunsch ist. Wie lange wirst du dort verweilen?

So eine Stunde ist für mich in Ordnung, dann möchte ich ins Bett getragen werden.

 

Deine Menschen machen das für dich.

Das weiß ich doch.

 

Wie fühlst du dich?

Leer.

 

Wie „leer”?

Alles ist so verschwommen für mich, nicht mehr ganz klar und ersichtlich.

 

Ich verstehe nicht so, was du meinst.

Mein Geist ist manchmal nicht mehr in meiner Hülle. Ich trenne mich davon, damit alles erträglich wird.

 

Hast du denn große Schmerzen?

Nein. Ein Leid, ein großes Leid ist es nicht.

 

Darf ich trotzdem mal in dich fühlen?

Du darfst.

(Mein Bauch fühlt sich an, wie ein Ballon, aufgeblasen, bin etwas kurzatmig, innerlich unruhig, aufgewühlt, hebe

ab, leichte Kopfschmerzen)

 

Ich danke dir. Sag, hast du den Wunsch eines Arztes?

Nein, wo denkst du hin! Ich brauche das jetzt nicht.

 

Bist du dir sicher? Deine Menschen würden alles geschehen lassen, was du möchtest.

Natürlich möchte mein Körper nicht leiden, aber so starke Schmerzen habe ich nicht. Für mich ist es in Ordnung.

 

Wenn es nicht mehr so ist, dann sage mir bitte Bescheid.

Das mache ich.

 

Möchtest du deinen Menschen noch etwas sagen?

Euer Beistand tut mir unendlich gut. Euer Leben ist im Einklang. Die Liebe ist weit verbreitet und das ist gut so.

Das Leben ist Liebe, Liebe ist Leben. Vergesst das nie. Euer stetiger Begleiter werde ich sein, auch wenn ich

mich entscheide, aus dieser Welt zu gehen. Ich bin öfter schon in den anderen Sphären gewesen und es ist

unendlich schön dort. So viel Liebe und Freude, innere Ruhe und Frieden. Möchte euch aber nicht verlassen,

zu schmerzlich ist es doch für mich auch.

 

Ich soll dir aber sagen, dass deine Menschen mit jeder deiner Entscheidungen einverstanden sind.

Du musst nicht wegen ihnen bleiben. Das wünschen sie nicht. Dein Wille soll geschehen.

Ach, meine Lieben, so viel Liebe und Vertrauen in den Glauben in Gott und die Göttliche Fügung.

Schön, euer Begleiter gewesen zu sein. Es hat mir so gefallen, von euch zu lernen und euch zu inspirieren.

Der Geist ist für immer, die Seele.  Der Körper ist vergänglich auf dieser Ebene.

Aber ihr wisst all diese Dinge, ihr wisst es doch.

 

Denkst du, dass du dich verabschieden möchtest?

Die Entscheidung wird in den kommenden Tagen gefällt. Es geht voran – oder vorbei. So wird es sein.

 

Kann man dir noch irgendwie helfen?

Seid einfach, gebt mir Kraft, Mut und Licht. Das ist alles, was ich mir wünsche. Vielleicht noch einmal diese

Verbundenheit mit meiner Frau (Roswitha). Das war sehr schön. Ich liebe euch so sehr, aber ihr wisst das.

Liebe, oh ja Liebe, diese Freude ist unbeschreiblich. Dieses tiefe Gefühl, so zu empfinden. Im anderen Jetzt ist

dieses Gefühl immer zugange. Man vergisst nicht, wo man herkommt, ist immer verbunden. Verbunden mit der

Liebe, der eigenen und der zu dem Göttlichen. Wir sind alle eins.

 

Mein lieber Rumi, ich schicke dir alle Energie, viel Kraft und auch Mut, das zu tun, was dein innerster Wunsch ist.

Die Heilung oder auch die Erlösung, wie du es willst. Ich gebe dir Licht und entzünde eine Kerze.

Schicke auch meine Energien.

Das ist lieb von dir. Noch bin ich damit einverstanden.

 

Sag einfach, wenn du es nicht mehr möchtest.

Das mache ich.

 

Ich danke dir für deine Worte.

Ich danke dir.

 

 

  

 

Tiefen Dank dir, Rumi.

 

Danke auch dir, liebe Beate

für die liebevolle und gewissenhafte Übermittlung dieser berührenden Weisheit eines Tieres.

 

* Beate Seebauer ist am besten erreichbar unter www.tiertalk.com.

Aus Erfahrung können wir Beate empfehlen.

Obwohl noch relativ jung an Jahren arbeitet sie mit Wissen, Weisheit und Demut.

                               

22. Okt.  -  22. Dez. 2006

Nach diesem dritten und auch letzten Dialog mit Beate

blieb Rumi noch exakt zwei Monate bis zum 22. Dezember 2006 in seinem Körper.

 

Angeregt und ermutigt durch diese sehr präzise Kommunikation zwischen Mensch und Tier

wurde bald auch die eigene Kommunikation mit Rumi immer vielfältiger und inhaltlich detaillierter.

Er schien es zu genießen, sich nun so direkt und spezifisch mit „seinen Menschen” austauschen zu können.

 

Während dieser Zeit wurden wir zu Nura, einer Frau voller Güte, einer Mystikerin und wahren Meisterin, geführt. Eine Begegnung von weniger als einer Stunde (sie musste nach Israel weiter reisen) gab uns weitere Schlüssel zum Verständnis von Zusammenhängen in die Hand.

Die Sache mit Rumi und uns hatte jedoch auch für sie keine Parallele zu bisherigen Erfahrungen. „It´s absolutely unique. And it´s all well” fasste sie zusammen und stärkte uns damit sehr.

 

In den kostbaren Wochen bis zu seinem körperlichen Abschied nutzten wir die Zeit gut.

Rumi lehrte uns und lernte auch zugleich von uns, wie er sagte.

Auf seine ganz eigene Art beschenkte er uns noch mit verschiedensten Unterweisungen und Initiationen, die hier jedoch nicht zur Veröffentlichung anstehen. Sie gehören in unser ganz privates Schätzkästchen.

 

22. Dezember 2006

Unser Brief an Rumis Freunde und Bekannte: „Dank an die Gnade.”  

 

 

Ihr Lieben,

im Jahr 2003, genau am Karfreitag, sind in der Nähe von Gießen

vier kleine Kätzchen zur Welt gekommen.

Zwei davon zogen kurz danach bei uns im Kammereck 11 in Egelsbach ein.

Das Mädchen bekam den Namen Sita und der Bub hieß ab nun Rumi.           

Wir erlebten mit beiden eine wunderschöne Zeit  innigster Verbundenheit.                  Sita  |  Rumi

Genau vor einem Jahr, in der Nacht vom 21. zum 22.  Dezember 2005 (Wintersonnenwende und damit  längste Nacht im Jahr), verließ unsere vielgeliebte Sita um 4.00 Uhr morgens in unserem Beisein ihren Körper. Mit einem letzten Ton der Liebe atmete sie aus und

hat noch ein letztes Mal mit mir „gesungen“.

Anfang Oktober diesen Jahres bemerkten wir Rumis Tumor in seinem Bauch. Von da an begann eine noch intensivere Zeit des Miteinanders, in der wir, uns aufs innigste liebend, zusammengewachsen sind.

Nun kam die Wintersonnenwende 2006. Unser Wunsch war es, dass Rumi diese Nacht (Sitas ersten Todestag) überleben möge. Dieser Wunsch ging in Erfüllung!

Denn nachdem er gestern Abend schwer erbrochen hatte, wachten wir die ganze Nacht an seinem Bett. Friedhelm hielt ihm fast die ganze Zeit die Hand auf das geschwollene Bäuchlein, was Rumi dankbar genossen hat. Nur ab und an miaute er ein wenig, wenn der Schmerz doch etwas größer wurde.

Heute Morgen in der Früh am 22.12., beim Aufgang der Sonne, zeichnete es sich dann deutlich ab: Nun war es soweit. Er wollte gehen!

Wir hatten in den letzten Wochen gebetet, dass Rumi, wenn es soweit ist, leicht und undramatisch seinen Körper verlassen möge. Auch dieser Wunsch wurde uns erfüllt!!

Begleitet von meinem Gesang (einige Strophen von „Amazing Grace”) und in Friedhelms Armen atmete er nach wenigen Sekunden ein letztes Mal aus. Ganz geborgen und leicht. Es geschah genau so, wie er sich sein letztes Geleit gewünscht hatte. Jetzt liegt er noch für einige Stunden erlöst an jenem Platz, an dem er dieses Haus im Jahr 2003 das erste Mal betreten hatte, als er aus seinem Transportkästchen ausstieg.

Rumi, wir danken dir für diese in Worten nicht zu beschreibende innige Zeit mit dir. Wissend, dass wir auf ewig liebend miteinander verbunden sind!

Unser besonderer Dank gilt einmal mehr DEM EINEN GELIEBTEN und der Gnade, die wir erneut erleben durften!

 

22. - 23. Dezember 2006

Wir behielten Rumi noch einen Tag, eine Nacht und noch einen weiteren halben Tag bei uns im Hause. Weder er noch wir hatten es eilig. Nur allmählich trennten sich Körper und Seele bei ihm. Die Verbindung mit uns blieb intensiv.

Am Mittag des folgenden Tages begleiteten wir Rumis Katzenkörper mit den Klängen seiner Lieblingsmusik (ein Lied von Paul Gerhardt aus dem 17. Jahrhundert) feierlich aus dem Hause an die vorbereitete Stelle. Mit Trommeln und mit der Würde eines Priesters - ganz nach seinem Wunsch und Geschmack.

Rumi liebte ein Plätzchen unter den Lärchen nahe des Hauses sehr. Wochen zuvor meditierte er einmal gut zwei Tage dort, ohne sich auch nur ein einziges Mal von der Stelle weg zu bewegen. Und währenddessen hatte er uns seine Bitte signalisiert, seinen Körper zuletzt dorthin zu legen.

Genau in dem Moment, als wir begannen, ihn ganz zart mit Erde zuzudecken und so der Mutter Erde zurückzugeben, da kamen ganz plötzlich viele, viele Hundert Vögel von überall her herbei geflogen. Sie versammelten sich in den Kronen mehrerer Bäume rund um sein Grab herum. Wunderbar melodische Konzerte und Formationsflüge über unserem Grundstück wechselten etwa zwanzig Minuten miteinander ab. Wir wurden einmal mehr von der Weisheit und Verbindung aller Wesen tief berührt.

Erinnerungen an den 22. Oktober wurden wach. Ungefähr drei Stunden vor Beates „3. Dialog mit Rumi” war Rumi schon einmal so geschwächt, dass es ans Sterben ging. Just in dem Moment, als sich sein Bewusstsein von seinem Körper zu lösen begann (damals nur für eine Weile), kamen über zwanzig Elstern zu der Fichte geflogen, unter der schon seit ca. 2 Tagen lag und meditierte. Sie stimmten lärmend ein derart lautes Gezänk an, dass uns das dazu veranlasste, nach draußen zu gehen und nachzusehen, was da geschieht. (Wir hatten zu der Zeit gerade ein Seminar im Haus.) In dem Moment wussten wir um den Ernst der Lage und hielten sofort abwechselnd Wache bei Rumi, da er sich schließlich Sterbebegleitung von uns gewünscht hatte. Doch wie bereits erwähnt, kam er noch mehrfach zurück und ging erst 2 Monate später endgültig aus seinem Körper.

 

Die Erfahrungen der letzten Tage und Wochen hatten uns eine unbeschreibliche Tiefe und Einheit mit Rumi, mit allem und mit DEM geschenkt. In der Nacht entlud sich diese Herzenstiefe bei uns beiden in einem intensiven Weinen. Vor allem Berührtheit und auch Dankbarkeit hatten uns da voll ergriffen. Gewöhnliches Trauern jedoch wollte nie länger als nur für Minuten in uns bleiben. In unseren Herzen dominierte nicht „Verlust, sondern Reichtum”.

 

Und diese Normalität schien sehr in Rumis Sinn. Bereits gegen Ende der kleinen Beerdigungs-Zeremonie unter den Lärchen meldete sich Rumi in Roswithas Bewusstsein und zeigte ihr, wie sie ganz einfach und mit wenigen Handgriffen eine Reparatur im Hause vornehmen könne, an der wir seit Monaten technisch jedes Mal gescheitert waren. Rumis Mitteilung lautete in etwa so: „Es wird Zeit, dass ihr jetzt wieder alle defekten Lampen im Haus in Ordnung bringt. Auch die im Bad. Dafür benötigst du keinen Werkzeugkasten. Nimm einfach ein kleines Küchenmesser und eine Leiter. Entferne einfach die Glasabdeckung und du wirst sehen.” Genau das tat ich. Und die bis dahin unmöglich scheinende Reparatur war im Handumdrehen erledigt.

 

Ja, so praktisch kann Tierkommunikation sein. Das höhere Bewusstsein von uns allen hat den wirklichen Überblick über alles. Wir brauchen uns DEM einfach nur vertrauensvoll zuzuwenden. Einmal mehr erhielten wir bestätigt, wie alltagstauglich die innere Führung uns leitet. Und dass selbst nach dem so genannten Tod die Verbindung zu unseren Geliebten nicht zu Ende ist.

 

23. Dez. 2006 - Januar 2007

Ohne Frage waren, sind und bleiben wir mit Rumi - und auch mit seiner Schwester Sita - auf eine einzigartige Weise verbunden. Jedoch schien es nur dem konventionell wertenden Verstand in uns unangemessen, als wir beide uns von innen her sehr bald ermuntert fühlten, für neue Katzengefährten offen zu sein. Dieser Impuls gewann sogar täglich an Intensität hinzu.

Und auf dem Weg ins erste Tierheim erreichte uns ein zukunftsweisender Funkspruch: „Jetzt wird´s aber höchste Zeit. Endlich kommt ihr und holt mich ab.” Und dann ergänzte eine zweite Quelle: „Wie - dich? Uns!!!”  Und bereits im allerersten Käfig warteten sie auf uns - zwei acht Monate alte Katerzwillinge. Getigerte Süßkerle so ganz nach unserem Geschmack! Und äußerlich voneinander zunächst nicht zu unterscheiden. Liebe auf den ersten Blick - anscheinend beiderseits, denn es gab sofort Katzenküsse.

Anfang Januar, weniger als 14 Tage nach Rumis Begräbnis, holten wir sie zu uns - Nuri und Rishi. Aufgeregt, aber von sich aus bestiegen sie eilig den Transportkasten, um mit uns nach Hause zu fahren. Nach einer gründlichen Inspektion unseres Heims schien alles klar für sie. Unser Angebot, Wohnraum, Garten und Leben fortan mit ihnen zu teilen, nahmen sie gern an. Und seither ist es so, als würden wir uns schon seit Ewigkeiten kennen und ein gemeinsames Bewusstseins- und Energie-Feld miteinander teilen. Auch sie unterstützen uns seither aktiv bei der Begleitung von Menschen, die zu uns kommen.

„It´s all grace”, pflegte einer unserer Lehrer zu sagen. Ja, welch eine Gnade!