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Einführung in wahre Vergebung.

 

   

 

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|  Ein Beispiel wahrer Vergebung

Warum lehrst du ausgerechnet Vergebung? Was ist das Besondere daran?

An einem bestimmten Punkt unseres Lebens werden wir still und halten Ausschau nach mehr. Nach etwas, welches mehr ist als das uns allgemein bekannte oder gewohnte Weltbild.

Der Anlass dafür kann für jeden Menschen unterschiedlich sein. Bei manchen ist es der Leidensdruck, der Schmerz oder die Einsamkeit. Bei anderen sind es vielleicht Momente der inneren Einkehr, in denen trotz äußerer Erfülltheit die Frage nach dem tieferen Sinn unseres Daseins aufkommt. Dann fragen oder sehnen wir uns nach unserem Ursprung und nach einer Verbundenheit und Liebe, die es in dieser Welt nicht häufig zu geben scheint. Ein "Weg", um mit unserem ursprünglichen und reinen SEIN wieder in Berührung zu kommen, ist wahre Vergebung.

Doch zu Beginn möchte ich etwas zum Thema des Lehrens sagen. Und auch dazu, was ich darunter verstehe. Lehren ist für die meisten Menschen ein unangenehmes oder beladenes Wort, auch in ihrer Erfahrung. In östlichen Traditionen wird z.B. eher der Begriff "Übertragung von Erkenntnis" verwendet. 

Es gab immer schon Menschen, die Wissende oder Eingeweihte waren. Sie haben nach jahrzehnte- oder gar lebenslanger Vorbereitung das Gewahrsein des wahren Selbstes erlangt.  Entweder sind sie durch intensive Selbsterforschung dahin gekommen oder haben Einweihung und Transformation an der Seite eines Meisters erfahren. Sie wurden hernach zu Boten der Wahrheit unseres Seins. Einige wirken in größerer Öffentlichkeit, manche eher im Kleinen oder sie arbeiten im Verborgenen, wie man es nennt.

Zwar nennen mich viele der Menschen, die zu mir kommen, spirituelle Lehrerin oder Mentorin. Doch auch in meiner Arbeit geht es nicht um Lehren im klassischen Sinne. Auch nicht darum, als Guru einen neuen Weg zu verkünden und eine Anhängerschar zu besitzen. Es steht jedem frei, zu kommen und auch wieder zu gehen.

Ich verkünde keine bloße Theorie. Was ich vermittle, ist ebenso unabhängig von einer Religion. Ich lebe den Menschen vor, was ich weitergebe. Auf die Weise überträgt ES sich. Wir teilen in der Begegnung ein gemeinsames Erfahrungsfeld. Statt dem herkömmlichen "Lernen" könnte man es eher "Eintauchen" in Bewusstheit, Liebe und Verbundenheit nennen. Wir erfahren gemeinsam wahre Nähe, die aus der Stille und unserem Ursprung kommt.

Natürlich verwende ich auch Worte und man kann mir Fragen stellen. Ich vermittle jedoch Erfahrung, meine eigene Erfahrung des Heimkommens zu mir selbst. Da ich auch die Ego-Fallen kenne, kann ich wachsamer Wegbegleiter sein. Dieses erlebte Wissen gebe ich an offene Menschen weiter. Dann wird Transformation möglich. So kann jeder seine Weisheit, sein Licht, das seit Ewigkeiten schon unverändert da ist, bewusst erleben.

Vergebung ist keine neue LEHRE oder METHODE. Schon vor über 2000 Jahren hat ein Mann namens Jesus versucht, dieses Wissen den Menschen nahe zu bringen.

Doch Vergebung lässt sich nicht allein durch Gespräche vermitteln. Sie ist eines der spirituellen Grundprinzipien, welches uns mit unserer ursprünglichen Liebesfähigkeit und Größe wieder in Verbindung bringen kann. Ein Mysterium, dass man erfahren muss. Du kannst das nicht einfach so als theoretisches Wissen ansammeln und dann geschieht es plötzlich.

Es ist ein "Weg" von vielen, der uns mit der göttlichen Weisheit und Gnade wieder vereinen kann. Nach meinem Erleben jedoch ein sehr wirksamer, wenn man ihm konsequent folgt. Ein neues Zaubermittel für Blitzerleuchtung ist es jedoch nicht. Über die Jahre vollzieht sich ein konsequenter Geisteswandel, der Geduld, Mut und innere Bereitschaft erfordert. Spirituelle Disziplin und konsequentes Dranbleiben an der Wahrheit haben sich schon zu allen Zeiten ausgezahlt. Jede fundierte Tradition berichtet davon.

Du sprichst von wahrer Vergebung, gibt es auch falsche Vergebung?

Es geht hier nicht um wahr oder unwahr. Mir kommt es darauf an, zu unterscheiden zwischen dem, was wirkt und dem, was weniger nützt. Was z.B. Tatsachen verschleiert, Leiden eher zudeckt oder Dinge weiter unterm Deckel hält. Oder dem, was dich am Heimkommen zum wahren Selbst eher hindert. Womit du vielleicht nur eine weitere Runde um den Block drehst.

Was wäre denn Vergebung, die wenig bringt?

Das, was wir Menschen im allgemeinen "Verzeihen" nennen, bringt in der Tiefe keine Heilung.

Nehmen wir mal ein einfaches Beispiel. Dein Nachbar hat Dich geärgert. Er erzählt Dinge über Dich, die nicht stimmen. Nun hörst Du von Vergebung und verzeihst ihm auf herkömmliche Art  seine Aussagen. Das geht in etwa so: "Vergebung scheint ja so eine edle Tugend zu sein. Da ich ein guter Mensch bin, will ich ihm mal großzügigerweise verzeihen. Dieser Typ weiß es halt nicht besser. Zum Glück habe ich nichts mit ihm zu tun. Für diesmal Schwamm drüber."

Was ist geschehen? Hat sich der Groll auf den Nachbarn damit wirklich aufgelöst? Ist damit  Verständnis und Nähe zueinander entstanden. Ich glaube nicht. Du hast versucht zu vergeben, doch ein Rest von Ärger und Separation ist geblieben. Es ist nur ein bisschen besser zugedeckt worden.

Wie würde denn wahre Vergebung aussehen?

Das Ergebnis wäre auf jeden Fall anders. Wahre Vergebung löst die Trennung auf, führt uns in spürbare Verbundenheit und Liebe miteinander.

Doch zuerst würde ich gerne über einige Grundprinzipien unseres wahren SEINS sprechen. Mit  unseren körperlichen Sinnesorganen und Denken lässt sich DAS nicht erfassen. Selbst Worte vermögen ES nicht wirklich auszudrücken. Auf der Ebene von Raum und Zeit bleibt es ein Mysterium, das sich jedem auf seine Weise entschleiert. Wenn das "Feld" reif ist.

Das erfordert beispielsweise die Korrektur des Gedankens von Trennung. Als menschliche Wesen sehen wir mit unseren Augen z.B. einzelne Körper. Da das unserer einziger Maßstab (für Realität) zu sein scheint, rechtfertigt das dann die Aussagen: "Wir sind separate Personen. Wir haben nichts miteinander zu tun. Jeder muss halt selbst sehen, wie er zurechtkommt und alleine für sich sorgen."

Doch stimmt das wirklich so? Sind wir derart voneinander getrennte Wesen? Wer schon einmal geliebt hat, sei es einen Menschen oder ein Tier, der kennt diese Verbundenheit, die jenseits von Worten oder Körpern einfach da ist. Obwohl wir sie nicht sehen oder riechen oder anfassen können, diese Liebe. Sie bleibt eine Tatsache, die uns im normalen Leben immer wieder begegnet.

Was ist LIEBE wirklich? Sie ist und bleibt ein Phänomen, das wir nicht beschreiben können. Zumindest nicht mit Worten. Denn wer es noch nicht erfahren hat, dem helfenden auch keine noch so präzisen Erklärungen. Du musst ES auch erfahren. Deshalb spreche ich Eingangs von "Übertragung". Ein entsprechendes Bewusstseinsfeld erleichtert dir, diese Erfahrung zu machen.

Diese Verbundenheit kenne ich, doch was hat das mit Vergebung zu tun?

Ziemlich viel sogar. Wenn wir in der Liebe so verbunden sind, warum sollten wir es dann im Groll oder der Wut plötzlich nicht mehr sein? Nur weil das eine angenehm und das andere unangenehm ist? Rechtfertigt das eine Abgrenzung voneinander?

Ständig nehmen wir Unterscheidung zwischen Menschen vor. Manche sind uns nahe, andere nicht. Bei bestimmten Menschen öffnen wir uns, bei anderen bleiben wir auf Distanz.

Warum vergleichen wir uns ständig mit anderen? Warum unterscheiden wir überhaupt? Warum grenzen wir uns ab?  Was sitzt so tief in uns, das uns von Liebe und Nähe zu allen Wesen abhält? Ist es die Angst vor neuer Verletzung? Ist es der Versuch, sich selbst zu schützen?

Ich mag dich auf eine kleine virtuelle Reise einladen.

Stell Dir vor, wir wären alle ein großes lichtvolles Wesen. Reiner ewiger GEIST. Nennen wir es GOTT oder die ALL-EINHEIT. Dieses Wesen ist pure Liebe und Vollkommenheit. Und dieses Wesen verfügt über riesige Fähigkeiten und Schöpferkraft.

Eines schönen Tages kommt eine Idee auf. Die Idee des sich Erfahren-Wollens. Doch in der Einheit geht das nicht. Es braucht mindestens zwei Teile, um etwas wahrnehmen bzw. erfahren zu können. Einen, der  beobachtet oder erfährt. Und etwas außerhalb davon, was gesehen oder wahrgenommen werden kann. Das erfordert Aufteilung der Einheit.

Das Spiel beginnt. Aus einem werden zwei. Aus zwei werden hundert. Aus Hundert werden Tausend. So entstehen ganze Universen, Hierarchien und Bewusstseinsebenen. Das kann man endlos so weiter führen. Irgendwann werden diese vielen Teile zur Realität. Und nicht nur das. Man verliert den Überblick. Diese Idee ist nun in der Lage, die Trennung als naturgegebene und e i n z i g wahre Realität erscheinen zu lassen. Nach und nach verblasst die Erinnerung an den gemeinsamen Ursprung, an unsere Vollkommenheit, an unser EINSSEIN im Geist. Wir verdrängen unser wahres Sein so lange, bis das voneinander Getrenntsein zur Tatsache wird.

Unsere Ideen und Wahrnehmungen kommen nun nicht mehr aus der EINHEIT sondern aus der TRENNUNG. Sie kommt nicht mehr aus der Ewigkeit sondern aus der Endlichkeit. Alle Schöpfung hat dementsprechend auch die Qualität dieser Quelle. Alles hat zwei Seiten und ist damit auch der Veränderung unterworfen. Jeder beginnt nun für sich alleine zu sorgen. Mit dieser Fehlwahrnehmung geht das auch gar nicht anders. Jeder lebt und erschafft für sich. Seine innere und äußere Welt. Dabei entstehen solche Gedanken wie Angst, Mangel und Schuld.

Jetzt erkennen wir im Anderen nicht mehr den gemeinsamen Ursprung sondern "nur" ein separates Wesen. Eine andere Person, ein anderes ICH mit einem eigenen Willen. In der Steigerung wird es zum DU und zur Konkurrenz. So werden wir alle irgendwann zu Einzelkämpfern und subtilen Gegnern. Jeder hat sein eigenes Lebensleid. Vor allem müssen wir nun den Körper schützen, weil er unserer Ansicht nach das einzig wahre Leben ist. Dieses Konzept über uns (als Körper) ist sogar beweisbar, denn es ist das, was wir mit unseren gewöhnlichen Sinnen wahrnehmen. Wir beginnen nun sogar den Tod  w a h r  zu machen.

Es ist interessant, kleine Kinder zu beobachten. Ihre Unbeschwertheit zu sehen, ihre natürliche Bereitschaft, Liebe zu verschenken. In Verbindung zu sein. Einfach so. Bis ihnen das Umfeld zeigt, dass sie Personen sind, die für sich einstehen sollten, erfolgreich werden und sich absichern müssen. Oder sie erleben bei den meisten Erwachsenen die Irritation zwischen Worten und Taten. Die "Großen" sprechen zwar von Liebe und sagen: "Vertrau mir". Doch das scheint ziemlich unbeständig zu sein. Nach und nach verschwindet der Glanz aus den Kinderaugen, die unbeschwerte Lebensfreude verblasst. Sie sind "eingetaktet" in den Mainstream und entwickeln sich früher oder später zu Kämpfern oder Versagern. Nun kann das so genannte normale Leben beginnen. Jetzt sind sie vorbereitet! Das nennen wir Erziehung.

Da jeder Mensch offiziell nur dieses eine Leben, diesen einen Körper zu haben scheint, muss dieser ja auch gehegt und gepflegt werden. Und hin und wieder auch verteidigt. Uns wird beigebracht, dass nur der Stärkste überlebt. Wir werden nun zu einem separaten ICH, auch EGO genannt. Mit einer eigenen Geschichte, einem Geschlecht, einem Beruf, einem Wohnort, mit Qualifikationen und Erfolgen. Mehr noch. Mit eigener Freude, eigenem Glück, eigenem Leid, eigenem Schmerz, eigenem Drama, eigener oder fremder Schuld und dem ewigem Mangel von etwas. Liebe, Nähe und Verbundenheit werden immer weniger erfahren.

Mein Leben, mein Beruf, mein vergänglicher Körper, das bin doch ich?

Da sind wir fast beim Kern der Sache. Im Allgemeinen halten wir das für unsere ganze und einzige Realität. Doch unser wahres Wesen, das ist weit mehr. Erinnere dich an die kleine virtuelle Reise.

Einer der Mechanismen, die uns davon abhalten, ist der fest verankerte Glaube an Trennung von unserer wahren GRÖßE, von GOTT, von der EINHEIT.

Jeder hat da seine eigene innere Geschichten-Erzähl-Anstalt. Die private Drama-Sucht ist nicht übel, um uns in der Selbst-Lüge gefangen zu halten. Auch die Angewohnheit alles zu hinterfragen. Wenn sich uns eine Lösung in Richtung Freiheit präsentiert, fragen wir: "Ja aber was ist, wenn... oder warum... oder wer weiß...?" So sind wir ständig beschäftigt und abgelenkt. Wir müssen schließlich für uns sorgen oder uns verteidigen oder haben etwas anderes vor. Und im Erschaffen von Ausreden ist das EGO sehr kreativ. Es wird sogar regelrecht arrogant unserer wahren Quelle (der göttlichen Einheit) gegenüber. Entweder schiebt es IHM nun die ganze Schuld in die Schuhe oder verleugnet die göttliche EXISTENZ ganz.

Viele Meister sprechen davon, dass eine der Voraussetzungen für Selbstgewahrsein innerliche Ruhe und das Ende dieser permanenten Fragerei ist. Wir müssen still werden und leer von den Konzepten über Gott, über uns und die Welt. Nur dann kann uns die innere Führung eine Antwort geben. Wegweisung oder klare Antworten kommen nicht aus der Abgelenktheit oder inneren Panik. Wir müssen lernen, wieder zu lauschen. Aus der Stille, aus dem puren Gewahrsein steigt dann vielleicht ein Impuls auf.  Doch wie soll das mit dieser laufenden Maschine im Kopf gehen?

Aber das reale Leben ist einfach so, da kann man nicht zur Ruhe kommen.

Das meinen wir. Doch es gibt durchaus Möglichkeiten da raus zu kommen, z.B. mit wahrer Vergebung. Damit lassen sich ziemlich radikal viele unserer eingefahrenen Muster durchbrechen. Vor allem der tief sitzende Glaube der Trennung voneinander und vom göttlichen GEIST in uns.

Was sind denn eingefahrene Muster, was verstehst du darunter?

Nehmen wir die Themen Mangelbewusstsein und Schuld. Unsere Schuld (bewusst oder unbewusst) und der drohende Mangel produzieren unaufhaltsam neue Konkurrenz- und Trennungsgedanken. Und damit ein gigantisches inneres Kinoprogramm. Eine Art privates Fernsehen des ICHs oder besser dem, was wir für unser ICH halten.

Dort läuft bei fast jedem die tägliche Serie: "Ich habe zu wenig oder ich bin noch nicht gut genug. Ich bin schuld oder du bist schuld daran." Diese Betrachtungsweise verlangt nach Rechtfertigung oder Bestrafung, nach Besser-Gehen und Besser-Werden. Und sie erhält die Konkurrenz und den Vergleich zueinander aufrecht.

Es ist geradezu ein Garant für nicht enden wollende Stories. Schuld und Sühne, neue Sünde, neue Schuld und Verlangen nach Bestrafung wechseln innerlich und äußerlich einander ab. Selbst wenn es nur subtil abläuft. Es hält uns auf Trab und raubt uns permanent Lebenskraft. Innerlich haben wir immer noch mindestens eine unerledigte Baustelle.

Bei manchen ist auch irgendeine fremde Macht, Gott z. B. oder einfach nur das Schicksal an allem schuld. Da läuft dann: "Ich bin das arme Opfer, welches hilflos ausgeliefert ist. Ich kann nichts daran ändern."

Oder eine andere innere Radarstation sendet den entgegen gesetzten Funkspruch: "Ich muss für mich alleine sorgen. Ich muss eine klare Vision meines Lebens haben. Deshalb ist es sinnvoll, langfristig zu planen. Ich darf nicht schwach werden oder gar zusammenbrechen. Ich sollte etwas mehr tun und besser werden, weil ich noch nicht genug bin oder habe. Ich muss ausreichend Rücklagen für Notfälle bilden. "

Kaum haben wir etwas erreicht, müssen wir weiter. Was wir besitzen, müssen wir verteidigen. Wir haben eine ständig schleichende Angst vor Verlust in uns. Dem dauerhaften Glück laufen wir irgendwie nur hinterher. Oder wir hangeln uns von einem Urlaub zum nächsten und nennen das Freiheit. Doch der Überlebenskampf und die Lebensdramen scheinen Dauermietverträge in uns zu haben. Die nehmen wir sogar überall hin mit. Mehr noch.

Dieses ganze innere Theater hält uns vom Gewahrsein unserer ursprünglichen Liebe, Verbundenheit und Göttlichkeit ab. Von unserem wahren Sein in Frieden und Vollkommenheit. Viele sagen sogar: "Gott! Ach du lieber Himmel, lass mich damit bloß  in Ruhe. Das ist was für die Filmindustrie zu Weihnachten oder für alte Omas. Ich lebe in der Realität! Im Hier und Jetzt ist Liebe nicht gefragt, da ist Überlebenskampf angesagt."

Für die  meisten ist das sentimentaler Quatsch oder nur was für Schwächlinge, die mit dem Leben nicht klar kommen. Gott wird entweder ganz aus unserem Leben gestrichen oder er wird zum Erfüllungsgehilfen unserer EGO-Wünsche. Manche schicken ihm dann ihre Wunschzettel und sagen: "Du da oben, mach mal, aber hopp, hopp." Wir laden ihn ein und aus, wie es uns gerade passt. Oder Gott wird zum Gegner und potentiellen Richter über uns. Jeder hat da seine eigene Variante oder eine Mischung aus allem.

Viele zittern mehr vor IHM, als dass sie ihn lieben. ER wird zu einer strafenden und wertenden ALLMACHT außerhalb von uns. Voller Willkür. Schließlich erleben wir ihn als ungerecht und nicht nachvollziehbar in seinen Entscheidungen. Zumindest häufig. Und von vielen gläubigen Menschen hören wir, dass Gott diese Welt erschaffen haben soll. Doch wie kann man sich so einem Wesen anvertrauen, das eine derart lieblose, ungerechte und chaotische Welt erschaffen hat?

Vernünftigerweise nehmen wir da doch lieber unser Leben selber in die Hand. Wir sorgen alleine für unsere Sicherheit und unser Überleben. Wir haben schließlich einen eigenen Willen, der uns vor größerem Unheil bewahrt. Meinen wir. Wir rackern uns halb zu Tode und sind dennoch nie dauerhaft zufrieden mit dem Erreichten. Und irgendwann finden wir uns mit unserem Schicksal ab oder brechen zusammen. Manche werden sogar erfolgreich, doch sind sie von innen heraus wirklich glücklich? Wie viele wohlhabende Künstler sind z. B. depressiv und einsam, wir hingegen sehen sie nur im Rampenlicht und halten das für die erstrebenswerte  Realität.

Haben wir denn eine andere Wahl, als selber für uns zu sorgen?

Da sind wir bei einem weiteren wesentlichen Punkt. Unser freier Wille (auch Persönlichkeit oder Ego genannt), unser von der göttlichen Ordnung abgewandter Geist kreiert permanent dieses Chaos und neuen Unfrieden. Ursache dafür ist unsere Separation, unser Eigenwille und der Versuch, selbst für uns zu sorgen. (Was jedoch meist nur mäßig gelingt.) Wir meinen, wir wüssten selber Bescheid, was für uns gut und richtig ist. Dementsprechend planen wir unsere Zukunft. Dabei nehmen wir das Wissen aus unserer Vergangenheit, den Erziehungsversuchen unserer Eltern und diversen Vorbildern der menschlichen Gesellschaft.

Am beliebtesten für die Hoffenden und Erfolglosen unter uns sind solche Seminare, wie: "Meine eigener Weg zu mehr Leichtigkeit und Erfolg." oder "Wie kreiere meine Zukunft selbst." Noch beliebter ist: "Wie werde ich reich?" Manch einen bringt das sogar ein Stück weiter oder macht zumindest vorübergehend neue Hoffnung.

Doch was ist mit denen, die weiter in innerer Unsicherheit leben oder sich weiterhin nicht wirklich in dieser meist rücksichtslosen Welt zurechtfinden? Und was ist mit denen, die sich weiter einsam fühlen, trotz Erfolg?

Fördert das inneren und äußeren Frieden? Hört man da etwas von Verbundenheit? Stellt das wirkliche Nähe her? Ermöglicht das bedingungslose Liebe zu ALLEM? Redet da jemand von einer höheren, weiseren Ordnung oder gar von Anvertrauen an jene Wissendheit? Fallen da Worte wie Demut und Hingabe? Redet da jemand von Anvertrauen, Stille und innerem Gewahrwerden? 

Man kann sich das in etwa so vorstellen wie bei einem Orchester. Wenn die Musiker ohne Dirigenten, ohne Koordination einfach so vor sich hin spielen würden, wie wahrscheinlich würde daraus ein harmonisch klingendes Musikstück entstehen? Das wäre eher selten bis unmöglich.

Simpel ausgedrückt ist das die Ursache für das ganze Durcheinander in dieser Welt. Weil jeder einfach so seine eigene EGO-Suppe kocht. Und das ganze auch noch für normal hält. Vielleicht gibt es hier und da schmackhafte "Familiensuppen". Doch auch das ist eher unwahrscheinlich. Hier hat das Glück oft nur eine kurze Halbwertzeit oder der Unfrieden wird einfach nur besser vertuscht.

Das ist übrigens eine klare und unmissverständliche Antwort auf die Frage: "Warum lässt Gott so viel Unheil auf dieser Welt zu?" Es ist  n i c h t  Gott, der uns damit bestraft. Es sind wir selbst. Unser von Gott abgewandtes Denken und Handeln kreiert das ganze Wirrwarr in dieser Welt.

Unser EGO ist mit genügend Schöpferkraft ausgestattet, um damit Trennung und Unfrieden aufrecht zu erhalten. Ja, wir sind solche mächtigen Wesen. Freien Willen nennen wir das. Der eine wünscht sich Regen, der andere Sonne. Was soll dabei herauskommen. Streifenweise Wetter? Ganz Schlaue sagen dann, es ist in d i e s e r Welt für alle genug da. Schön, nur warum zeigt sich die irdische Realität nach wie vor anders? Warum klappt das mit der gerechten Verteilung so schlecht?

Gibt es vielleicht doch ETWAS, was einen größeren Überblick hat?

Heißt das, wir sollten uns einem Dirigenten mit dem nötigen Überblick zuwenden?

Ja, das heißt es. Wenn wir uns wieder ganz der Weisheit der göttlichen Führung anvertrauen, kann sich unser Leben von Grund auf wandeln. Im Innen und im Außen. Frieden, Liebe und Harmonie sind göttliche Eigenschaften. Die können dann wieder Einzug in unser Leben halten. Doch das sind wir nicht gewohnt. Unser normales Lebensmodell sieht eher anders aus. Es ist mehr auf Konkurrenz als auf wahres Miteinander ausgerichtet.

Wie kommt man mit dieser göttlichen Führung wieder in Verbindung?

Am Anfang geht es darum, unsere großen und kleinen Ängste und Widerstände vor einer echten Gottesverbindung zu erkennen. Sehr häufig fühlen wir uns unwürdig oder schuldig IHM zu begegnen, weil in uns ein Bild von einem strafenden oder wertenden Gott existiert. Die Worte Sünde, Buße oder jüngstes Gericht hat wohl jeder schon einmal gehört.

Eine unserer größten Ängste ist, unsere Souveränität zu verlieren. Die Worte Einfügen, Hingabe und Anvertrauen an die göttliche Führung lösen bei den meisten Menschen sofort innere Panik aus. Als hätten sie etwas ganz Wertvolles zu verlieren. Ihre Eigenständigkeit oder Kontrolle über ihr "wunderbares" Leben zum Beispiel. Dabei gleicht es eher einem Kampf, anstatt von Leichtigkeit durchzogen zu sein.

Und wie kann man diesem ganzen Schlamassel entkommen? 

Es bedarf der Korrektur dieses grundsätzlichen Irrtums, unseres fehlgeleiteten Denkens. Eines der Mittel dahin ist wahre Vergebung. Konsequente Anwendung von wahrer Vergebung hilft uns, die Illusion von allem, was vergänglich ist zu sehen. Unsere Fehlwahrnehmungen werden nach und nach korrigiert. 

Damit lassen sich Stück für Stück die inneren Widerstände erkennen und abbauen, die uns von einer vertrauensvollen Gottesverbindung abhalten. Vergebung hilft die Blockaden zu sehen und aufzulösen, die uns daran hindern, so zu leben. Denn unser wahres SELBST ist eins mit dem ABSOLUTEN. Gottes Wille und unser wahrer Wille stimmen überein.

Im weitesten Sinne geht es um das Erkennen unserer unbewussten Projektionen von Schuld und Selbstablehnung. Es dient dem wirksamen Ausstieg aus dem Kreislaufes von Schuld und Sühne. Es beendet die Sucht nach Bestrafung oder Buße. In uns und im scheinbaren Gegenüber. Es hilft uns aus der Getrenntheit in erlebbare Herzensnähe und Verbundenheit zu gelangen.

Kannst du mal ein Beispiel für so eine illusionäre Projektion nennen?

Da ist z.B. jemand der uns besonders nervt, weil er ständig Unordnung hinterlässt und sich trotz Ermahnen nicht bessert. Wir müssen seinen Kram immer aufräumen. Irgendwann kocht eine innerliche Wut oder Groll hoch. Dann können wir ganz schön sauer werden auf diesen Sündenbock. Innerlich und äußerlich.

Warum? Weil wir im Außen vorgeführt bekommen, was wir vielleicht an uns selber nicht leiden können. Wir werden im Außen an unsere eigene innere Unordnung erinnert. An all die unerledigten Dinge, die wir schon lange vor uns her schieben. Oder daran, dass wir nicht wirklich für uns einstehen können.

Noch simpler. Jemand betritt bei einer Veranstaltung den Raum. Du siehst diese Person zum ersten mal. Du kennst sie nicht, weißt nichts von ihr. Und sie ist dir auf den ersten Blick unsympathisch. Sie erinnert dich an jemanden anderes, mit dem du gerade Ärger hast. Nun wird diese Person indirekt für etwas beschuldig, was sie gar nichts getan hat.

Wie war das mit dem voneinander Getrenntsein? Spüre genau hin, mit gewecktem Bewusstsein kannst du es wahrnehmen, wie verbandelt wir miteinander sind. Wie wir uns gegenseitig ganz subtil beeinflussen.

Wir beschuldigen häufig den Anderen, machen Vorwürfe oder fühlen uns als Opfer. Dabei bekommen wir gerade nur eine Gratisvorstellung unserer verborgenen Gedanken und Gefühle. Wir glaubten, sie gut genug in den inneren Keller abgeschoben zu haben und irgendwie um ein genaueres Hinsehen herum zu kommen.

Nun kommen sie einfach so ungefragt nach oben. Das scheinbar von uns getrennte Gegenüber befördert mit seinem Verhalten unser verstecktes Innerstes nach Außen. Wem gefällt das schon?  Wir schauen in einen Spiegel und sehen in Wahrheit nur unsere eigenen Schatten etwas deutlicher. Dein Gegenüber kann nur etwas in dir anrühren, was in dir vorhanden ist. Denn uns kann nur etwas tief berühren oder aufwühlen, was wir selber kennen. Was in uns brodelt. Was nicht geheilt ist. Sonst würde es uns nicht tangieren. Nicht so.

Und was macht nun wahre Vergebung?

Es geht um die Rückkehr zu Liebe und Verbundenheit miteinander und dem Gewahrwerden der göttlichen Quelle in uns. Denn sie ist in jedem. Wir sind DAS.

Dazu bedarf es der Richtigstellung von Ursache und Wirkung. Und um die Klarstellung der Frage, wer ist Opfer und wer Täter. Nur dann können wir wirklich Verantwortung für unser Leben übernehmen und ein wahrhaft selbstbestimmtes Leben führen.

Als erstes sollte ich mir bewusst werden, dass mein ICH permanent einen eigenen Film produziert. Eine Art privates Kino. In dem spiele ich eine ziemlich echt erscheinende Rolle. Besonders beliebt sind die Rückblenden in die eigene schlimme Vergangenheit. Wir suchen da besonders gerne nach Ursachen für unser Leid und Begründung für unser Opferdasein.

Stopp das. Ja, das klingt hart. Doch nur das ist der Weg, um aus dem ewigen Kreislauf von Beschuldigung uns und anderen gegenüber ausbrechen zu können. Denn nichts davon passiert ohne unser eigenes Zutun.

Durchatmen.

Indem ich für mich zuerst einmal anerkenne, dass ICH alle Figuren und Situationen in diesem "Film" selber gemacht habe und am Leben halte (das ist wohl der größte Knackpunkt, den das EGO nicht leicht akzeptieren kann), kann ich sie auch verändern. Diese Bilder und Gefühle zeigen mir z.B. meinen Groll, meine unbewusste Schuld oder Unwürdigkeit.

Wenn ich die gedankliche Eigenkreation des Ganzen anerkenne, kann ich meine Projektionen auch selbst beenden. Ich kann sie zurücknehmen, den Film einfach anhalten. ICH kann ihn sogar löschen. Das erfordert jedoch höchste Bewusstheit. Es sind schließlich nur Gedanken. Eine Art unwirklicher Traum, in dem wir uns einzeln und kollektiv befinden. Mehr nicht. Das meint es, wenn von Verantwortung für uns und die Gemeinschaft die Rede ist.

Noch mal durchatmen, das ist heftig.

Im nächsten Schritt vergebe ich mir den ganzen inneren Film und mir als Regisseur, der so ein Durcheinander erschafft. Da ICH die Ursache bin und nicht die Wirkung, kann ich auch das gedankliche Chaos in mir selbst stoppen. Das beendet allerdings ebenso radikal mein Opferdasein. Ich vergebe mir meine selbst gemachten Bilder und mache die Projektionen und Beschuldigungen des EGOs nicht länger w a h r. Denn sie sind nicht real existierend.

Die endgültige Befreiung davon liegt jedoch nicht in meiner Hand. Ich wende mich nun vertrauensvoll an den göttlichen GEIST und bitte um Erlösung von meinen Widerständen und Blockaden. Es geht dabei um wahres Anvertrauen und nicht um Bestellung beim Universum für ein bisschen Besser-Gehen. Hier ist die Rede von wirklicher Heilung und Rückkehr zur bedingungslosen Liebe.

Hingabe und totales Vertrauen in die göttliche Führung befreit uns von innerem Leiden, Unfrieden und Drama-Sucht. Das meint es, wenn von wahrer Erlösung und Gnade die Rede ist.

Aber die Dinge laufen doch ganz real so ab, da kann ich doch gar nichts tun?

Ja, das meinen wir. Mit unserer ständig laufenden inneren Filmvorführungsanstalt, die an unsere Gefühle gekoppelt ist, erleben wir vieles als echt. Es scheinen reale Geschichten zu sein. Es fühlt sich verdammt live an, das ist ja der geniale Trick des Ganzen. Schmerz, Schuld, Einsamkeit erscheinen sehr real. Wir fühlen das sogar körperlich, auch in Form von Krankheit.

Wer das beenden will, kommt nicht um die Korrektur seines fehlgeleiteten Denkens herum. Diese vergängliche Welt, das ganze Chaos entstammt (so auch die "Kursaussage") der Schöpfung unseres fehlgeleiteten Denkens, das dem EGO entstammt. Alles, was dem Werden und Vergehen unterliegt entstammt der Idee der Trennung. Die Dualität ist nicht von GOTT gemacht. Sie entstammt alleine der Schöpfung unseres Egos.

Auch wenn es uns nicht bewusst ist, sind wir dazu in der Lage zu erschaffen. Wir sind mächtiger als wir glauben. Unsere Ego-Eigen-Kreationen, unsere Trennungsgedanken sichern in dieser Welt die anhaltende Unsicherheit und Vergänglichkeit. Auch Leid, Krieg und Tod. Und dennoch ist in vielen von uns eine große Sehnsucht nach Stabilität und anhaltendem Frieden, oder?

Es ist fast so, als würden wir alle eine Erinnerung in uns tragen. Verbundenheit, Liebe, Ewigkeit, Vollkommenheit.  Eine Art Blaupause unserer wahren Herkunft. Unseres wahren SEINS.

Alles, was göttlichen Ursprungs ist, hat Bestand. So auch unser wahres SELBST. Aus dieser Quelle kommt der ewige und unvergängliche Frieden. Und beständige Liebe, die wahre Ordnung. Auch die Unsterblichkeit unseres wahren Wesens finden wir hier. Das war nie anders und wird nie anders sein.

Gott erschafft weder Leid, noch Schmerz, noch Krieg noch Tod. Darin liegt d e r entscheidende Irrtum. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum wir uns Gott nicht ganz anzuvertrauen können. Denn wenn er (laut kollektiver Denkweise) so eine chaotische Welt gemacht haben soll und uns dann am Himmelstor auch noch bestrafen wird, wie sollen wir da freudig auf IHN zu gehen? Und uns SEINER Führung anvertrauen?

Deshalb ist es unumgänglich, auch diesen Irrtum in uns zu korrigieren. Denn nur die Liebe und nicht die Angst ermöglicht es, sich an die wahre und ewige Quelle unseres SEINS zu erinnern. Und unser wahres lichtvolles Selbst zu erkennen. Hier ist der wahre Frieden, hier sind wir EINS mit Allem.

Dieses Einssein mit Allem macht mir Angst.

Ja, das macht dem EGO höllische Angst. Es fühlt sich wohler in der Abgrenzung. Das sichert sein Überleben. Denn das EGO ist schließlich der Schöpfer der Idee unserer Getrenntheit voneinander. So viel Nähe, so viel Einheit, vor allem so viel Verantwortung scheinen ungesund. Man hat ja mit sich selber schon genug zu tun. Und jetzt auch noch für Andere mit verantwortlich sein, nein danke.

In Wahrheit ist das der Schlüssel zur Erlösung von all unseren kollektiven Qualen. Da wir alle im Ursprung EINS sind, kann jeder erwachte Teil des Ganzen viel bewirken. Sehr viel. Durch Heilung unseres separierten Ego-Geistes geschieht wahrhafte Befreiung. Und nur das macht uns wirklich glücklich. Denn Einssein ist unser natürlicher Zustand.

Dein Erwachen und Heilwerden wird mehr bewirken als du erahnen kannst. Für alle scheinbar Anderen gleichzeitig. Wir sind nicht länger hilflose Schachfiguren, die einem strafenden Gott oder einer fremden Macht ausgeliefert sind. Unser wahres SELBST ist eins mit GOTT. Wir sind das eine große liebende ALLES. Reines Licht. Allumfassende Liebe. Schon immer und ewig. Unser EGO hat diese Wahrheit nur kräftig verdreht.

Ein hawaiianischer Arzt hat z.B. innerhalb weniger Jahre ein ganzes Krankenhaus mit schwerst psychisch gestörten Patienten (viele davon Kriminelle in Sicherheitsverwahrung) durch Vergebung geheilt. Ohne einen einzigen Patienten gesehen zu haben. Er hat sich nur die Patientenakten bringen lassen und hat sich jeder Lebensgeschichte liebevoll zugewandt. Und hat jedem geistig vergeben. Dieser berührende und wahre Bericht ist im Background-Archiv nachlesbar ("Beispiel für wahre Vergebung" - einfach anklicken). 

Und wie kann ich diesen Überlebenskampf beenden, der sich so real abspielt?

Erkenne an, dass dein wahres Wesen reiner unsterblicher Geist ist. Du bist weder auf deinen Körper begrenzt und dein Dasein endet auch nicht mit seinem dahinscheiden. Halte nach dem Licht in deinem Geiste Ausschau und analysiere nicht weiter die Dunkelheit. Suche die Ursache nicht im Außen. Krame auch nicht weiter in der Vergangenheit. Beende den Kreislauf deiner Schuld. Komme ins Hier. Ins Jetzt. Und vergebe dir und allen anderen die scheinbaren Sünden.

Schau nach deiner Größe und nach deinen natürlichen Fähigkeiten, fördere diese. Die Arbeit an den Schwächen hat noch keinen weitergebracht. Deine wahre Stärke wird sogar die so genannten Schwächen in dir auflösen. Denn wo Licht scheint, weicht die Dunkelheit automatisch. Da genügt schon die kleinste Kerze. Das ist ein Naturgesetz, dass selbst in dieser Welt gilt.

Identifiziere dich auch nicht länger mit den gedanklich ablaufenden Dramen und Diskussionen in dir. Das sind alles nur vorübergehende Erscheinung in der Welt der Illusion, der Schatten. Es sind Gedankenbilder weiter nichts. Das bist nicht DU. Du bist viel mehr, als das.

Deshalb noch einmal. Sieh die eigene Projektion im Gegenüber und sprich dich und dein Gegenüber frei von Schuld, vergib dir und ihm. Mache die Dramen nicht länger wahr. In dir und um dich. Das ist ganz wesentlich! Mache sie nicht länger w a h r.  Nur die ständige Wiederbelebung der innere Filme hält die Dramen auch im Außen weiter am Leben. Zu diesem Spiel gehören immer zwei. Wenn einer aufhört, versiegt das ganze Theater im Sand. Es erlischt. Die Filmleinwand wird wieder weiß.

Sieh in jedem Menschen, der dir begegnet seine leuchtende Vollkommenheit und wahre Größe.  Auch in deinen schlimmsten Widersachern oder Peinigern. Ja, ich weiß, d a s ist eine echte Herausforderung für unser EGO.

Schau hinter die Schleier. Es ist nur das äußere Abbild der Persönlichkeit, was du da siehst. Ein weiterer Versuch eines Menschen, in der Dunkelheit und Trennung zu verweilen, statt sein inneres Licht zum strahlen zu bringen und die natürliche Größe zu leben. Wenn wir in jedem Menschen das Leuchten sehen, können wir auch unser eigenes Licht, unsere Vollkommenheit wieder erfahren. Das ermöglicht jedem die Rückkehr zu Verbundenheit und Liebe.

Übe "wahre Vergebung" im Stillen. Du musst es nicht laut äußern. Vergebung geschieht im Inneren, nicht durch laute Worte. Denn nicht jedes menschliche Wesen (EGO) ist dafür schon offen. Es wirkt trotzdem. Weil wir im Geist alle EINS sind. (Erinnere dich an den hawaiianischen Arzt.)

Den Rest macht die göttliche Gnade, vertraue darauf. Im Moment deiner Bereitschaft zu wahrer Vergebung wird sich in dir vieles zu lösen beginnen. Du wirst es erleben. Seien es Drama-Sucht, Schuld, Selbstvorwurf, Hass, Wut, Konkurrenzdenken oder vergleichende Bewertung. Sie  fallen mit der konsequenten Anwendung von wahrer Vergebung von Dir ab. Stück für Stück. Auch deine Lebensmüdigkeit und Kraftlosigkeit werden schwinden. Und eine Reihe damit zusammenhängender körperlicher Beschwerden.

Vergib  einfach  immer,  wenn  im  Alltag  eine  schwierige  Situation auftaucht. Mach sie nicht länger

w a h r. Manchesmal braucht es eine Zeit oder der Groll scheint besonders groß zu sein. Dann mache es später. Aber mache es. Nur die regelmäßige Anwendung korrigiert unser gewohntes Denksystem der Trennung.

Ungeachtet der äußeren Umstände bekommen wir nach und nach eine andere innere Einstellung. Eine andere Sicht zu allem, was uns begegnet. Je mehr wir im Gegenüber unser eigenes Selbst erkennen, stellen sich Nähe und Verbundenheit automatisch ein.

Der Mechanismus des Wertens und Vergleichens erlischt. Wir sind nicht mehr Gegner, sondern sitzen wieder in einem Boot, auch mit der göttlichen Führung. Gott ist dann nicht länger der Erfüllungsgehilfe unserer Wünsche. Wir werden wieder zum aufrichtigen DIENER des Ganzen. Und das macht Freude und erfüllt von innen heraus, glaube mir. Weil es wirklich dem Wohle ALLER dient.

"Dein Wille geschehe", ist mein tägliches Gebet. Damit kann jeder den Frieden Gottes und wahres Getragensein erfahren. Und auch SEINE bedingungslose Liebe, die uns nie vergessen hat, wird zur erlebbaren Realität. Sie weilt in jedem von uns, gut behütet wie ein Samenkorn. Wir dürfen sie einfach nur wieder entdecken. Denn das ist unser wahres Selbst.

Wenn du dich dem göttlichen GEIST wieder ganz anvertraust, dich seiner Führung hingibst, wird dein Leben leicht, erfüllt und frei sein. Unabhängig von äußeren Umständen, die unser Verstand sowieso nicht beurteilen kann. Sogar unabhängig von körperlichem und finanziellem Wohlergehen. Der Frieden Gottes ist unabhängig von Dingen und Erscheinungen dieser vergänglichen Welt. Es ist ein geistiges Gewahrsein, dass nicht kommt und geht. Das führt uns zurück ins Vertrauen und den Frieden in jedem Moment.

Wie bist du mit wahrer Vergebung in Berührung gekommen?

Durch meine eigene Lebensreise, die von einem ständigen Gefühl des "Falschseins" geprägt war, wurde ich dahin geführt. Die Themen Schuld und Unwürdigkeit schien ich gepachtet zu haben. Ebenso den Mechanismus, trotz Intelligenz und Fleiß niemals richtig wohlhabend oder erfolgreich zu werden. Obwohl ich viele gute Chancen und Angebote hatte, denn es mangelt mir weder an Talenten noch an Fleiß, gab es einen inneren Mechanismus, der mich von einer klassischen Karriere und weltlichem Erfolg abhielt.

Zu keiner Zeit konnte ich mich in dieser Welt der Konkurrenz und des Überlebenskampfes glaubhaft einrichten. Mir fehlte einfach das Codewort für diese Welt oder das entsprechende Gen. Dieses Nichtzurechtkommen klebte wie Pech an mir. Im Laufe der Jahre wurde es immer schlimmer, ich empfand mich immer stärker als Versager, der sich einfach zu blöd anstellt. Nichts erfüllte mich hier wirklich, ich blieb einfach tief innen unglücklich. Die andern kamen zurecht. Ich nicht.

Mein natürlicher Wunsch nach Verbundenheit, Liebe und Aufrichtigkeit war für die meisten Menschen, denen ich begegnete, nur ein sentimentales Nebenthema. So etwas schien in dieser Welt nicht gefragt zu sein. Zumindest konnte ich in der Geschäftswelt, in der ich mich bewegte,  wenig damit punkten. Da ging es knallhart um Fakten, Zahlen, Gewinne. Immerhin handelten wir mit nicht ganz billigen Gütern - Immobilien. Es ging meist um Millionen. Schade, wie schnell da die Ehrlichkeit auf der Strecke bleibt. Wie sehr ich mich auch bemühte, Aufrichtigkeit und Geschäft zu vereinigen, es funktionierte nur selten bis gar nicht. Was andere im Blut zu haben schienen, war bei mir nicht da. Ich war kein Mitspieler dieses Clubs "Wer ist der Beste?". Diese Spielart konnte mich einfach niemals wirklich vom Hocker reisen. Ich zog mich innerlich immer mehr zurück.

Irgendwann führte das zu einem körperlichen und nervlichen Totalzusammenbruch. Meine innere und äußere Not und das Leiden machten mich bereit, erstmals Gott um Hilfe zu bitten und mich ihm auch wirklich anzuvertrauen. Bisher hatte auch ich Gebete für unter meiner Würde gehalten und eher als unnützes Zeug empfunden. Ich meinte bis dahin, doch irgendwie alleine zurecht kommen zu müssen. Und ich war mir auch nicht sicher, ob ich mit Gott überhaupt etwas zu tun haben wollte. Da war eine Menge Angst und Ehrfurcht vor dieser ALL-MACHT.

Nun hatte ich keine Wahl mehr. Ich war in der für mich hilflosesten Situation angekommen. Über Monate lag ich mit lähmungsartigen Bewegungsstörungen im Bett, ich war inzwischen auch wirtschaftlich pleite. Nur der Verstand funktionierte noch. Er produzierte unentwegt Horrorszenarien, Schuld und Scham, mein Leben so vergeigt zu haben. Nun konnte ich wirklich nur noch Beten.

Ich erfuhr in dem Moment, was das Wort Hingabe bedeutet. Und auch, was göttliche Gnade vermag. Ich realisierte in einem winzigen Augenblick mein Freisein von Schuld und Unwürdigkeit. Mit diesem Wissen verlor mein ganzes Lebensdrama an Bedeutung. Ich konnte mir auf einer höheren Ebene vergeben und nichts von dem ganzen Theater hatte länger Bestand. Ich erkannte hingegen mein wahres, reines und ewiges Wesen jenseits der körperlichen Begrenzung und jenseits von geschäftlichem Erfolg.

Doch ich war, wie so viele, ein Leben lang vor diesem Licht, meiner wahren Größe und eigentlichen Lebensaufgabe davon gelaufen. Ich wollte erst genug Geld haben, um mir dann meine Herzenswünsche zu erfüllen. Um womit auch immer, Nähe und Liebe auf dieser Welt zu mehren. Aber ich hatte keinen Plan, wie ich davon auch meinen Lebensunterhalt bestreiten sollte.

Inzwischen erfahre ich den Kreislauf  menschlicher Nähe, aufrichtiger Verbundenheit und LIEBE. All das, wonach ich mich ein Leben lang gesehnt habe. Und auch wirtschaftlich ist für mich auf wunderbare Weise gesorgt. Immer gerade genug. Keine Vorräte, doch wachsendes Vertrauen an den EINEN GELIEBTEN, der weiß, was ich brauche. Das nenne ich Befreiung. Seither weiß ich, wie heilsam es ist, sich ganz in Gottes Hände zu begeben. Ich erfahre immer stärker, dass jene Wissendheit, meine wirklichen Herzenswünsche und mein wahres Selbst EINS sind.

Diese Erfahrung fand ich wenig später in Gary Renards Buch "Die Illusion des Universums" bestätigt. Auch Marianne Williamsons "Rückkehr zu Liebe" berührte mich sehr. In beiden Erlebensberichten fand ich echte Seelenverwandte, die den Weg des Falschseins, des Leidens und der Erlösung daraus  kennen. Durch sie wurde ich auch auf den Klassiker "Ein Kurs in Wunder" aufmerksam. Auch das entsprach meinem Erleben. Der Inhalt dieses Werkes schien auf meine Biografie zugeschnitten zu sein. Darin wird der direkte Weg zum Auflösen unserer unbewussten Schuld gelehrt. Kein angenehmer Pfad für das EGO, welches Kleinhaltung und Dunkelheit liebt. Man kommt dadurch unmissverständlich mit dem inneren Licht, seiner wahre Größe und GOTT in Berührung. Wenn man dazu bereit ist.

Mein eigenes positives Erleben und Verständnis von Vergebung, die Rückkehr zur Liebe und dem Vertrauen in die göttliche Führung fließen in die Seminare ein. Die Erfahrung meines Heilwerdens hat mich dazu inspiriert, diesen Weg nun auch anderen Menschen zugänglich zu machen. Andere zu ermutigen, ihre wahren Herzenswünsche zu entdecken und zu leben!